Grosse Feier für die Curling-Doppelweltmeisterinnen
Der Curling Club Aarau und zahlreiche Gäste feierten in der Keba die Doppel-Weltmeisterinnen Carole Howald, Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Alina Pätz und Skip Silvana Tirinzoni. Der Curlingnachwuchs führte das Team unter tosendem Applaus in die Halle.
Bildlegende: Stadtrat Daniel Siegenthaler und Regierungsrat Alex Hürzeler mit den erfolgreichen Curling-Weltmeisterinnen
Regierungsrat Alex Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS), überbrachte Rosen. Er sagte den sehr erfolgreichen, aber finanziell nicht auf Rosen gebetteten Curlerinnen jedoch auch «Handfesteres» in Form einer kantonalen Leistungsprämie zu. Besonders erfreut und überrascht zeigte er sich vom seltenen Achterhaus, das den Aarauerinnen an der WM im Spiel gegen Dänemark gelungen ist. Alle acht von ihnen gespielten Steine lagen besser als der beste der Däninnen, womit dieser Sieg frühzeitig feststand. «Ich hoffe, dass die Corona-Strategie von Dänemark besser aufgeht, als jene im Curling», erklärte der Aargauer Sportminister mit einem Seitenblick auf die Tatsache, dass Dänemark die Pandemie als erstes Land offiziell für beendet erklärt hat.
Daniel Siegenthaler, gratulierte den Weltmeisterinnen von 2019 und 2021 im Namen des Stadtrats. «Die Sportstadt Aarau bringt immer wieder starke Athletinnen und Athleten hervor, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals einen Doppel-Weltmeistertitel feiern konnten», sagte der Vorsteher des Ressorts Kultur und Sport.
Freddy Meister von Swiss Curling war begeistert von den Spitzenleistungen des Teams und meldete sich gleich für die nächste Feier an: «Ich komme sehr gerne aus dem Emmental nach Aarau, weil es immer mit ‘good News’ verbunden ist. Ende Februar (nach den Olympischen Spielen) hätte ich wieder Zeit für einen Ausflug hierher.»
Wie in einem Raumschiff
Der WM-Titel 2021 kam unter erschwerten Bedingungen zustande. Die Curlerinnen verbrachten im April und Mai während zwei Vorbereitungsturnieren und der WM in Calgary fünf Wochen in einer «Curling-Blase». Sie mussten die gesamte Freizeit im Hotelzimmer verbringen und durften sich nur während den Wettkämpfen und zum Essen treffen. Der stolze Klubpräsident Zoltan Librecz fragte Silvana Tirinzoni, wie sie diese aussergewöhnliche Situation gemeistert hätten. «Das ganze Team und die Betreuer haben die Herausforderung positiv angenommen. Wir haben uns vorgestellt, wir seien Astronauten in einem Raumschiff, zwar räumlich eingeschränkt, aber unterwegs zu einem Ziel, dem Weltmeistertitel,» erzählte Tirinzoni. «Wir wussten, dass wir in Form sind, unsere einzige Angst war, dass die WM wegen der Pandemie plötzlich abgebrochen würde».
Im Rückblick sei für sie das Ganze immer noch etwas «surreal», sagte die Teamchefin über diese Reise ins «Weltall», die mit 14 Siegen in 15 Spielen und der WM-Goldmedaille endete. Tirinzoni dankte den Sport-Behörden, dem CC Aarau, den Sponsoren und allen Fans für die langjährige Treue und Unterstützung und stellte abschliessend fest: «Wir sind zwar alle keine gebürtigen Aarauerinnen, aber dank eurer Unterstützung und Begeisterung ist Aarau für uns zur sportlichen Heimat geworden, in der wir uns wohlfühlen und in die wir immer wieder gerne zurückkehren».
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